
Vorbei

Der heiße Nebel lichtet sich,
leise, wie Mittag,
der vom Asphalt perlt.
Kürzlich sah ich Dich,
alt und fast schon verglüht
am Zenit Deines Ich,
lauernd,
grimmig
der Zeit die Sekunden abtrotzend,
der Inbegriff von
Lebensverweigerung...
Heute,
weit oben
ein schillernder Flieger
im mechanischen Blau,
sein wolkiges Band
malt ein breites Lächeln
über den Himmel
und mein Gesicht.
Und ich?
Zwischen Stapeln von staubigen Erinnerungen
habe ich Dich
vor Jahr und Tag
in Fetzen begraben,
Deine Spuren gelöscht,
Deinen Atem aus meinem Gestern getilgt.
Kein Schmerz mehr
auf meinem
vogelfreien Herzen.
Narbenlose Leichtigkeit.
Vorbei.
Einfach nur vorbei.
Endlich.
( Gutrun Wellmer, 5. Juni 2010 )
leise, wie Mittag,
der vom Asphalt perlt.
Kürzlich sah ich Dich,
alt und fast schon verglüht
am Zenit Deines Ich,
lauernd,
grimmig
der Zeit die Sekunden abtrotzend,
der Inbegriff von
Lebensverweigerung...
Heute,
weit oben
ein schillernder Flieger
im mechanischen Blau,
sein wolkiges Band
malt ein breites Lächeln
über den Himmel
und mein Gesicht.
Und ich?
Zwischen Stapeln von staubigen Erinnerungen
habe ich Dich
vor Jahr und Tag
in Fetzen begraben,
Deine Spuren gelöscht,
Deinen Atem aus meinem Gestern getilgt.
Kein Schmerz mehr
auf meinem
vogelfreien Herzen.
Narbenlose Leichtigkeit.
Vorbei.
Einfach nur vorbei.
Endlich.
( Gutrun Wellmer, 5. Juni 2010 )
Gutrun 06.06.2010, 10.01 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in:


