

Sie

Dort liegt die schlafende Prinzessin,
wunderschön
in ihrem weißen Kleid...
Ornamentstickerei.
Sieht aus wie Mama,
doch die ist fort.
Einfach davongeflogen.
Bunte Blumen
unverwelkt
in den Händen haltend
und jung, so jung
träumt sie endlos
todesschwer
vom ewigen Sommer
der vor der Tür
das Atmen schwer macht.
Bleich, so bleich
und
ein leises Lächeln
liegt auf ihren Lippen,
wie eingefroren
doch
kalt und hart
ist ihre Haut.
Deine Finger
zucken zurück
als sie begreifen,
was Deine Augen
nicht verstehen.
Tränen
wie schwere Tropfen
quellen aus Deinen Augen,
mehr und mehr,
benetzen
ihre kühle Oberfläche,
die Dir
nicht mehr Heimat ist,
kein Kuscheln Dir mehr schenkt.
Kein Flehen bringt sie Dir zurück.
Unfaßbarkeit.
Fast scheint es,
daß die Trauer Dich zerbricht,
in multiple
porzellanene
Fragmente,
gleichgültig
zerborsten...
Doch dann:
Stolz und mutig
das Leben im Blick
trägst Du Dein Los
mit der
Würde eines Lebensweisen,
in Sekunden
um Jahre gereift.
Und Du gehst.
Weiter.
Ohne sie.
(gewidmet Lölö, Pauli und Winzig, 19. Juli 2010, Gutrun Wellmer)
"Dark Road" von Annie Lennox:
Gutrun 20.07.2010, 00.44 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in:


