

In den letzten Jahren

Krankheit und Tod,
die häßlichen Gesellen...
Zu viele Freunde
zu Grabe getragen
zu viele Tränen
geweint
zu oft
in leere Augen gestarrt,
gesehen, wie der Atem weicht
und dabei
dem großen Nichts
über die Schulter gesehen...
Seine Fratze aushalten.
Zu viele
sterbende Hände gehalten,
Todgeweihte umarmt,
das Dasein
an der Schwelle
erlebt.
Zu oft
viel zu früh endende Biografien
und dann
in die Abgründe des Lebens
eintauchen...
Dunkelheit umfängt mich.
So leer,
so leer.
Singen,
mein Anker,
hält mich
mitten im Jetzt.
Macht mich atmen,
richtet mich auf.
So sollte es nicht sein.
Sollte es so sein?
Abstand.
Es ist schon
ein gutes Jahr,
wenn kein Freund stirbt.
Manchmal
mag ich das Heute nicht.
Müde.
Müde.
( 20. Juli 2010, Gutrun Wellmer )
Gutrun 21.07.2010, 00.15 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in:


