
Kolibris

Senkt sich der Fiebernebel,
sieht man die Welt-
ein prismengleiches Geflecht
seltsam mäandernder Emotionen.
Menschen
im Jetzt
zusammengefercht und doch frei.
Frei.
Und sich leise,
fragil
im Raum drehend,
Kolibris,
grotesk,
bei ihrem
sonderbar schwirrenden Liebestanz.
Dein Herz-
mittendrin habe ich es entdeckt,
es lauernd ausgemacht
zwischen dem dichten Blattwerk Alltag.
Dann
zaghaft
die Hand ausstrecken,
es sanft berühren.
Deinen Rhythmus lieben.
Frag nicht.
Ich bin immer noch da.
( Gutrun Wellmer, 13. März 2010 )
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