
Gutruns Platte der Woche
Sally Oldfield- "Strange Day in Berlin" (1983)
Sally Oldfield, singende Folk-Pop-Ikone der 70er-Jahre und Schwester von Mike Oldfield, hat im Laufe ihrer Karriere eine Menge Alben herausgebracht. Doch keine ihrer Veröffentlichungen hat mich so nachhaltig beeindruckt wie ihr 1983 erschienenes Album "Strange Day in Berlin", das sie gemeinsam mit Filmmusik-Komponist und Musikproduzent Hans Zimmer aufgenommen hat.
Das in London produzierte Album hat den deutlichen Sound früher 80er-Jahre-Pop-Alben und arbeitet stark mit den damals populären Synthesizer-Sounds seiner Zeit, was eine ganz eigene Klang-Athmosphäre kreiert.
Man fühlt sich beim Zuhören ein wenig bedrückt, melancholisch berührt und in etlichen Songs (auch inhaltlich!) an die Mauer in Berlin erinnert, die zum Zeitpunkt des Entstehens der Platte noch quer durch Berlin verlief:
"It's a strange day in Berlin! The clouds hang heavy on the wind. There's something holding them from breaking into rain. It's a strange day in Berlin! There ist no laughter here at all. There's something holding you and me from seeing the starlight on the wall." (Auszüge aus dem Album)
Ein tiefgehendes, melancholisches Album mit einer Sally Oldfield, die nie wieder so reif und klagend geklungen hat...ein echtes Highlight ihrer Karriere, das interessanterweise von den meisten ihrer Fans abgelehnt wurde. "Strange Day in Berlin" verkaufte sich vergleichsweise schlecht auf dem Markt und erreicht heute auf dem Sammlermarkt erstaunliche Preise! Ich hatte das Glück, diese Rarität vor einigen Jahren noch als gebrauchte LP erstehen zu können, inzwischen taucht im Internet eine seltene CD-Pressung auf, die nur für stolze 72 Euro über den Ladentisch geht!
Gutrun meint: Dies Album ist diesen Preis wert! ACHTUNG: UNBEDINGT ANHÖREN !!!
Gutrun 28.04.2006, 12.17 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in:


