
UND WAS TUT GUTRUN SONST SO ?
Abseits von Bühnen und Auftritten habe ich im Februar einen Kurztrip nach Berlin unternommen...bei schönstem eiskalten Winterwetter ließ ich mir, doppelt dick eingehüllt, den Wind um die Nase wehen und suchte Erholung beim Fotografieren der pulsierenden Weltmetropole...

Mit dem Fotoapparat durch die einmalig sonnigen Straßen laufen, stundenlang den Asphalt unter den Füßen, schöne Anblicke und Ausblicke suchen und mit dem Auslöser kleine Traumzeiten einfangen...

Fernab vom Alltag berauscht sich die Seele an bedeutenden Bauwerken
Berlin, Berlin...und jeder Vergleich hinkt!
Die eigene Person wird ganz klein und unbedeutend angesichts der monumentalen Bauwerke. Die Stadt pulsiert mit einem ungemein lebendigen Herzschlag und mir fällt nur das Wort "Nabel der Welt" ein. Wenn Gott gelächelt hat, dann ganz bestimmt über Berlin!!! :-)
Staunen über filigrane Architektur und die Kunst, das Licht anders erscheinen zu lassen...magische Augenblicke vermischen sich mit dem Duft eines guten Kaffees, den ich im "ALEX" genieße, während ich die Atmosphäre des Sony-Doms in mich aufsauge...
Ich gehe nicht, ohne meinem Lieblingsgemälde in der "Nationalgalerie" einen Besuch abgestattet zu haben..."Das Heideprinzesschen" von Fritz von Uhde (1889). Das Bild springt mich immer wieder aufs Neue an, wenn ich den Raum betrete. Aber auch vor Monet, Rubens und Renoir verweile ich gern...Eine DALI-Sonderausstellung ist in der Stadt...ich würde so gerne...keine Zeit, keine Zeit! "Kunst wäscht den Staub des Alltags von der Seele" sagte bereits Pablo Picasso. Wie recht er hat !
Ach, hätten die Tage doch 48 Stunden...den Abend lasse ich gern ausklingen im "Hard Rock Café Berlin". Gesammelte Musik-Memorabilia aus den vergangenen Jahrzehnten der Rock-Ära und ein guter Latte Macchiatto trösten mich über meine schon leicht wundgelaufenen Füße hinweg...die Temperaturen sinken von Minute zu Minute und ich kann mich kaum dick genug anziehen, um nicht zu frieren, während ich mir den Rest der Stadt im nächtlichen Vorbeiflug anschaue und doch nie genug kriege ...
"Vanity Fair" schreit mich von allen Häuserzeilen an und beeindruckt von der gigantischen Werbung kaufe ich mir schließlich auch ein Exemplar für 1 Euro und lese es in der U-Bahn, die mich quer durch die Stadt fährt...und nicht nur ich lese unter der Erde. Die Spezies "U-Bahn-Fahrer" ist eine ganz eigene. Menschen lesen, reden, malen, lachen, hören Musik...U-Bahn-Fahren, eins der letzten Abenteuer dieser Erde! Ich lasse die Eindrücke auf mich wirken...Berlin ist wie ein gutes Buch. Und jeden Tag gibt es neue spannende Entdeckungen zu machen!
"Vanity Fair" nach Berlin zu bringen paßt irgendwie...Das Magazin ist ein wenig wie die Stadt! Die Stars kaufen sich alle ein Appartement in Berlin...ich wär ja auch schon mit einem Zimmer zufrieden! :-)

Und noch ein bißchen hinein ins nächtliche Großstadttreiben...die Stadt schläft nicht und das Licht ist zu jeder Tageszeit irgendwie erstaunlich!
Ein zartes Filet Mignon, ein gutes Alsterwasser und ein weiches Hotelbett, in das ich müde sinke und welches ich mit meinem Ulli teile, beschließen meinen Tag...Der Kopf und die Seele sind wie berauscht von den Eindrücken...Berlin, Berlin...ich komme wieder, keine Frage !!!
Gutrun 18.02.2007, 14.29 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in:


